Der Holz-Heiz-Knigge für den Grund- und Speicherofen
Mit Holzenergie gegen den Klimaschock!
Nachdrücklich wird es den meisten Menschen bewusst, dass alles Leben auf unserem Planeten durch die Umweltverschmutzung und die dadurch bedingte Klimaerwärmung akut bedroht ist.
Die Verwendung des nachwachsenden Rohstoffes Holz kann nur dann als Beitrag zur Minderung des Kohlendioxid-Anstiegs gelten, wenn das Holz aus der heimischen Region stammt und bei der Holzverbrennung der neueste Stand der Technik eingesetzt wird.
Der anständige Umgang mit der Umwelt
Als Besitzer eines Grundofens haben Sie ein ganz besonderes Verhältnis zur Natur. Sie schätzen die gesunde Wärme Ihres Kachelofens. Und Sie heizen mit dem ältesten natürlichen Brennstoff der Welt.
Holz brannte im ersten Feuer, an dem sich Menschen wärmten. Es verbrannte gleichmäßig und ohne nennenswerte Umweltbelastung - so wie Holzfeuer in einem guten Kachelofen brennen soll.
Holz macht keine Schulden
Wenn Holz brennt, setzt es Kräfte frei, die es in den 60 - 100 Jahren seines Lebens aus der Umwelt geholt und gespeichert hat. Es ist das perfekte Recycling: Holz ist der einzige Brennstoff, der seine eigenen Abgase schluckt!
Die Nadeln und Blätter kämmen Staub und Schadstoffe aus der Luft wie ein riesiger Filter. Die Wurzeln halten das Erdreich fest und verhindern Erosion. Das Wurzelwerk speichert und filtert das Regenwasser wie ein gewaltiger Schwamm. Der Wald ist ein bedeutendes und geschlossenes Ökosystem, das nachwächst.
Holz-Ökotest: durchweg positiv
Bäume schlucken Kohlendioxid. In ihren Blättern produzieren sie den für uns lebenswichtigen Sauerstoff. Bis zu 700 kg Staub und über 6 t Treibhaus-Gase pro Jahr holt ein ausgewachsener Baum aus der Luft. Bäume speichern Wasser und geben es über Millionen Spaltenöffnungen auf Blättern langsam wieder ab. Holz lässt sich ungefährlich transportieren und lagern - ohne Explosionsgefahr. Holz hinterlässt keinen Abfall. Der winzige Rest Asche kann wochenlang im Ofen bleiben. Und die ist ein hochwertiger Dünger mit konzentrierten Mineralstoffen.
Spitzen-Technik - so sauber wie nie
Holz hat eigene Ansprüche an das Innenleben eines Kachelofens. Die Heiztechnik muss so kalkuliert sein, dass Holz bei ca. 1000°C nahezu rückstandslos verbrennen kann. Die Luftzufuhr muss stimmen. Die Heizgaswärme soll optimal genutzt werden. Und es sollen so wenig wie möglich Abgase entstehen.
Moderne Grundöfen mit einer Heiztechnik, die eigens für emissionsarmen Holzbrand konstruiert wurden, erfüllen die Ansprüche von Holz optimal. Sie erreichen dank exakt berechneter, keramischer Züge eine Heizleistung und Emissionsarmut, von denen andere Heizöfen nur träumen können.
Holz spart fossile Energie
Ein Speicherofen wird nur angeheizt, wenn Wärme gebraucht wird und gibt Wärme ab, wenn das Feuer längst erloschen ist. Leistungsverluste gibt es nicht.
Eine Zentralheizung springt täglich mehrmals an - immer dann, wenn wieder Wärme gebraucht wird. Diese Anfahr-Phasen sind bei allen Brennstoffen die, in denen die meisten Emissionen abgegeben werden. Ein Speicherofen wird nur einmal am Tag angeheizt, das Holz verbrennt gleichmäßig, ruhig und optimal schadstoffarm.
Holz für den Grundofen kaufen und lagern
Heizen Sie ausschließlich mit naturbelassenem, trockenem Holz. Es wird zwischen Dezember und Februar geschlagen und sofort gespalten.
Danach muss es 2 - 3 Jahre luftig, vor Feuchtigkeit geschützt lagern. Das Holz lagert zu Kreuzstapeln aufgeschichtet hervorragend z.B. unter einem vorgezogenen Dach - nicht im Keller. Danach hat das Holz nur noch 15 - 20 % Restfeuchte. Es heizt hervorragend und verbrennt schadstoffarm.
Wer Holz nach Gewicht kauft kommt bei Nadelholz am besten weg. Eichen- und Buchenholz hat den höchsten Heizwert nach Volumen. Ein Raummeter davon enthält soviel Heizenergie wie 210 l Heizöl. Ein Kilo Hartholz hat ca. 4,2 kW, ein Kilo Nadelholz ca. 4,5 kW.
Richtwerte:
1 m3 Hartholz - frisch wiegt ca 800-900 kg
1 m3 Hartholz - abgelagert wiegt ca 500 kg
1 srm Hartholz - frisch wiegt ca. 500 - 600 kg
1 srm Hartholz - abgelagert wiegt ca. 350 kg
(srm = Schüttraum-Meter - 1 srm = ca 0,7 m3)
Den Grundofen trockenheizen
Ein neuer Speicherofen enthält sehr viel Wasser. Keramik, Schamotte, Mörtel - alles wurde beim Aufbau gründlich durchfeuchtet. Ein neuer Speicherofen muss erst einmal schonend trockengeheizt werden.
Dazu ist es notwendig, den Ofen bei voll geöffneter Luftzuführung 10 mal in einem Zeitabstand von einem Tag zu beheizen - beginnend mit 3 kg trockenem Heizholz und langsam bis auf die volle Brennstoffmenge steigend.
So gibt Holz sein Bestes
Einen optimalen Abbrand erreichen Sie, wenn Sie das Holz stehend einschichten und in der oberen Hälfte anzünden. Während des Brennvorgangs muss die Luftzufuhr voll geöffnet sein. Wenn über der Glut keine Flämmchen mehr tanzen, dürfen Sie die Luftzufuhr dicht schließen.
Die Verbrennung dauert je nach Holzmenge ca. 1 - 2 Stunden. Möchten Sie länger das Feuer bewundern, so kann die Holzmenge auf 2 - 3 mal abgebrannt werden.
Heizsünden haben böse Folgen
Trockenes Holz brennt rasch und hell. Feuchtes Holz qualmt. Nasses Holz brennt gar nicht. Es verdirbt nur Ihren kostbaren Kachelofen und den Schornstein.
Gift-Schleuder: Behandeltes, lackiertes oder beschichtetes Holz können Umweltgifte wie Schwermetalle enthalten. Diese Gifte schlagen sich in Ihrem Garten, auf dem Balkon und der Terrasse nieder.


